Früherer Minister zu Gefängnisstrafe verurteilt

Henrik Sass Larsen. Foto: Steen Brogaard / Folketinget.

Der ehemalige sozialdemokratische Minister Henrik Sass Larsen wurde wegen des Besitzes von illegalem Bild- und Videomaterial mit sexuellem Missbrauch von Kindern verurteilt.

Das Urteil wurde am Montag am Kopenhagener Amtsgericht verkündet.

Das Gericht verurteilte Henrik Sass Larsen zu einer viermonatigen unbedingten Gefängnisstrafe wegen des Besitzes von mehr als 8000 illegalen Bildern und Videos. Allerdings wurde er vom Besitz einer Kinders*xpuppe freigesprochen. Das Besondere an der Puppe war, dass die Polizei sie nicht mitgenommen hatte, als sie das Zuhause von Henrik Sass Larsen durchsuchte, daher konnte der Ankläger nur ein unscharfes Foto der Puppe und Zeugenaussagen vor Gericht vorlegen.

Nach Henrik Sass Larsens Erklärung hatte er die vielen Bilder und Videos im Rahmen einer Untersuchung heruntergeladen, bei der er selbst involviert sein sollte. Deshalb forderte er einen Freispruch, da es sich um eine materielle Atypizität handele, d.h. das Gesetz sei für eine Situation wie die von Henrik Sass Larsen beschriebene nicht gedacht gewesen.

Das Gericht entschied jedoch, seine Erklärung zu vernachlässigen.

Die Verteidigung hat sich Bedenkzeit genommen, ob sie das Urteil anfechten will.

:NB:

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