Eine breite Zusammenarbeit im Gemeinderat von Sønderborg soll künftig die Entwicklung in der gesamten Kommune stärken. Die Sozialdemokratie (Socialdemokratiet), Venstre, die Dänische Volkspartei (Dansk Folkeparti), die Schleswigschen Partei (Slesvisk Parti), die Sozialistische Volkspartei (Socialistisk Folkeparti) und die Einheitsliste (Enhedslisten) haben eine Konstituierungsvereinbarung für die Ratsperiode 2026–2029 geschlossen. Die sechs Parteien verfügen zusammen über 26 der insgesamt 31 Mandate im Gemeinderat. Die Liberal Alliance (Liberal Alliance) und die Dänemarksdemokraten (Danmarksdemokraterne) stehen mit zusammen fünf Mandaten außerhalb der Vereinbarung.
Nach Angaben der Parteien basiert die Vereinbarung auf einer starken und breiten politischen Zusammenarbeit, die sowohl Bürgern als auch Unternehmen zugutekommen soll. In der Pressemitteilung wird hervorgehoben, dass Gemeinderat und Verwaltung eng zusammenarbeiten, um „ein stabiles Fundament für die Entwicklung der Kommune zu schaffen, wobei Vertrauen, guter politischer Dialog und gegenseitiger Respekt für Unterschiede zentrale Werte sind.“
Die Parteien betonen zudem, dass die Kommune Sønderborg bereits auf einer Reihe visionärer Entwicklungspläne steht, an die die Vereinbarung anknüpft. Dazu gehören unter anderem die grüne Transformation und das kommunale Ziel der CO₂-Neutralität im Jahr 2029, Masterpläne für die lokale Stadtentwicklung, der Gesamtplan für das „Jahrzehnt der Schulen“, das Projekt „Die Herzöge von Augustenburg“ sowie bestehende Politiken und Handlungspläne.
Die Konstituierungsvereinbarung stützt sich auf die Haushaltsvereinbarung für 2026 sowie die Finanzplanungsjahre 2027–2029 und die bereits geplanten Effizienzsteigerungen und Budgetkürzungen.
Auch die politische Struktur der kommenden Ratsperiode steht fest: Erik Lauritzen (A) bleibt Bürgermeister, Jimmy Simonsen (V) wird erster stellvertretender Bürgermeister, und Stefan Lydal (DF) wird zweiter stellvertretender Bürgermeister.
Die Vereinbarung umfasst außerdem die Verteilung der Posten in den kommunalen Ausschüssen. Im Wirtschafts- und Strategieausschuss mit elf Mitgliedern übernimmt die Sozialdemokratie den Vorsitz, während Venstre den stellvertretenden Vorsitz erhält. Im Kinder-, Schul- und Familienausschuss mit sieben Mitgliedern wird die Sozialdemokratie Vorsitzende und die Sozialistische Volkspartei stellvertretende Vorsitzende. Die Dänische Volkspartei übernimmt den Vorsitz im Sozial-, Senioren- und Behindertenausschuss, wo Venstre den stellvertretenden Vorsitz erhält. Im Wirtschafts- und Arbeitsmarktausschuss mit fünf Mitgliedern wird Venstre Vorsitzende und die Sozialdemokratie stellvertretende Vorsitzende.
Im Gesundheits-, Jugend- und Präventionsausschuss übernimmt die Sozialdemokratie sowohl den Vorsitz als auch den stellvertretenden Vorsitz. Die Schleswigschen Partei wird Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, ländliche Bezirke und Infrastruktur, während die Dänische Volkspartei den stellvertretenden Vorsitz erhält. Im Sport- und Freizeitausschuss wird die Sozialdemokratie Vorsitzende und Venstre stellvertretende Vorsitzende, und im Kultur-, Handels- und Tourismusausschuss übernimmt Venstre den Vorsitz und die Sozialdemokratie den stellvertretenden Vorsitz. Im Natur-, Klima- und Umweltausschuss wird die Einheitsliste Vorsitzende und die Sozialistische Volkspartei stellvertretende Vorsitzende.
Der Kinder- und Jugendausschuss, der aus zwei Mitgliedern besteht, erhält die Sozialdemokratie als Vorsitzende, während der SONFOR-Verwaltungsrat Venstre als Vorsitzenden und die Sozialdemokratie als stellvertretende Vorsitzende bekommt.
