Dänemark kartiert das Offshore-Windpotenzial

Eine neue, umfassende Kartierung der dänischen Meeresgebiete soll die Planung der Offshore-Windparks der Zukunft einfacher und schneller machen. Das Screening, das weltweit das erste seiner Art ist, liefert detaillierte Einblicke in Meeresboden, Umweltbedingungen, Tierwelt, Fischerei und militärische Interessen.

Die Untersuchung wurde von der dänischen Energiebehörde in Zusammenarbeit mit GEUS, der DTU, der Universität Aarhus, DCE und NIRAS durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die dänischen Meeresgebiete in der Nordsee besonders gut für Offshore-Wind geeignet sind, da es dort im Vergleich zu anderen Gebieten weniger Nutzungskonflikte gibt.

Das Screening soll sowohl nationale als auch internationale Ambitionen zum Ausbau der Offshore-Windenergie unterstützen, darunter das Ziel von mindestens 300 GW Offshore-Windleistung in der Nordsee bis 2050, wie es in den Erklärungen von Esbjerg und Ostende sowie beim jüngsten Nordsee-Gipfel in Hamburg formuliert wurde.

Der Minister für Klima, Energie und Versorgung, Lars Aagaard, erklärt:
„Europa braucht mehr grüne Energie, um unsere europäische Zukunft zu sichern. Sowohl im Hinblick auf Europas Energieunabhängigkeit, Versorgungssicherheit als auch auf unseren Kurs in Richtung Klimaneutralität. Deshalb ist es wichtig, dass wir klug planen und Hindernisse für die Offshore-Windenergie aus dem Weg räumen. Wenn wir den Ausbau der Offshore-Windenergie in Dänemark fortsetzen wollen, müssen wir dies mit Bedacht tun, und die Kartierung trägt zu einer besseren Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen bei.“

Mit dem Screening als Planungsinstrument wird es möglich, jene Gebiete zu identifizieren, in denen es die geringsten Umwelt- und Nutzungskonflikte gibt. Dadurch erhalten Entscheidungsträger bessere Voraussetzungen, um den Bedarf an Ausgleichsmaßnahmen zu bewerten und Verzögerungen in der Projektentwicklung zu vermeiden. Die Kartierung wurde mit dem Haushaltsgesetz für 2022 angestoßen.

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