Die dänische Gesundheitsbehörde hat eine neue Leitlinie herausgegeben, die die Anforderungen an die gesundheitliche Notfallvorsorge der Regionen verschärft. Künftig müssen dänische Krankenhäuser so planen können, dass sie im Falle von Versorgungsausfällen, etwa bei großflächigen Stromausfällen, für mindestens 24 Stunden einen nahezu normalen Betrieb aufrechterhalten.
Hintergrund der Leitlinie ist die Einschätzung der dänischen Gesundheitsbehörde zum aktuellen Bedrohungs- und Risikobild. Auf dieser Grundlage hält die Behörde es für notwendig, die Widerstandsfähigkeit der Krankenhäuser gegenüber größeren sicherheitsrelevanten Ereignissen zu stärken. Die Leitlinie wurde auf Wunsch des Ministers für Inneres und Gesundheit erarbeitet und basiert auf einem Dialog mit den Regionen.
Die dänische Gesundheitsbehörde empfiehlt, die gesundheitliche Notfallvorsorge anhand von drei Stufen zu planen: nahezu normaler Betrieb für 24 Stunden, eingeschränkter Betrieb für bis zu drei Tage und Notbetrieb für bis zu sieben Tage. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Krankenhäuser sowohl kurzzeitige als auch länger andauernde Versorgungsausfälle bewältigen können, ohne größere Einschränkungen der Behandlungskapazität vornehmen zu müssen.
Beim „nahezu normalen Betrieb“ soll das Krankenhaus die meisten Aktivitäten fortsetzen können, mit der Möglichkeit vorübergehender Anpassungen. Beim „eingeschränkten Betrieb“ kann es notwendig werden, geplante Operationen und ambulante Behandlungen zu verschieben. Im „Notbetrieb“ werden kritische und lebensrettende Behandlungen priorisiert, während andere gesundheitliche Aktivitäten vorübergehend eingestellt werden können.
Die Leitlinie soll die Regionen dabei unterstützen, das Gesundheitswesen auf zukünftige Krisen vorzubereiten und die fortgesetzte Behandlung von Patienten sicherzustellen – auch unter außergewöhnlichen Bedingungen.
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