Die Polizei von Fünen richtet ab Sonntag, dem 1. Februar 2026, um 19.00 Uhr sowohl eine Kontrollzone als auch eine verschärfte Strafzone in großen Teilen von Odense SØ ein. Anlass ist ein Explosionsbrand in einem Treppenaufgang in der Wohnanlage Korsløkkeparken.
Der Explosionsbrand ereignete sich in der Nacht zum 1. Februar 2026 gegen 02.29 Uhr. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.
Nach Angaben der Polizei von Fünen werden die Zonen eingeführt, um weitere Kriminalität zu verhindern, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Die Zonen gelten rund um die Uhr bis einschließlich zum 15. Februar 2026 um 19.00 Uhr.
Die betroffenen Gebiete umfassen unter anderem Korsløkkeparken, die Wohnblöcke rund um die Nyborgvej, Vollsmose, angrenzende Kleingartenanlagen sowie das Gebiet um das Einkaufszentrum Rosengårdscenteret und Bilka.
Polizeidirektor Arne Gram erklärt:
„Der heutige Vorfall ist Ausdruck einer abgestumpften, skrupellosen und geradezu wahnsinnigen Denkweise. Deshalb greifen wir nun auf Zonen zurück, um mehr Handlungsspielraum bei Personenkontrollen zu haben. Dieses Instrument führen wir nicht leichtfertig ein, denn es stellt einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger dar. Angesichts des heutigen Vorfalls sehen wir jedoch keinen anderen Weg.“
Die Polizei von Fünen arbeitet mit der Hypothese, dass der oder die Täter im kriminellen Milieu in Odense zu finden sind. Polizei und Heimwehr sind weiterhin am Tatort präsent, wo die technischen Untersuchungen fortgesetzt werden.
Die Polizei teilt mit, dass derzeit noch nicht festgestellt werden kann, was detoniert wurde. Es besteht laufender Kontakt zu den Sprengstoffexperten des dänischen Militärs (EOD), um hierüber Klarheit zu gewinnen.
Der Treppenaufgang, in dem sich die Explosion ereignete, ist weiterhin abgesperrt, und alle Bewohnerinnen und Bewohner wurden anderweitig untergebracht.
Die Polizei von Fünen bittet weiterhin Personen, die vor, während oder nach dem Vorfall etwas gesehen, gehört, fotografiert oder gefilmt haben, sich zu melden. Dies gilt auch für Aufnahmen von Überwachungskameras und Dashcams.
Hinweise können der Polizei unter der Telefonnummer 114 übermittelt werden.
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