Das dänische Beschwerdegremium für Autos hat in einem Fall gegen Tesla zugunsten eines FDM-Mitglieds entschieden. Dabei ging es um Spiel in der Hinterradaufhängung eines Tesla Model Y aus dem Jahr 2024. Die Entscheidung bedeutet, dass Tesla für die Reparatur bezahlen muss.
Der Fall begann, als der Fahrzeughalter bei einer Wartung – etwa ein Jahr nach dem Kauf – feststellen ließ, dass Spiel in der Hinterradaufhängung des Fahrzeugs vorhanden war. Die Werkstatt empfahl, das Problem im Rahmen von Teslas vierjähriger Herstellergarantie zu beheben.
Tesla wies die Forderung jedoch zurück und erklärte, dass das Spiel innerhalb der unternehmenseigenen Toleranzen liege.
Daraufhin empfahl FDM dem Mitglied, den Fall vor das Beschwerdegremium für Autos zu bringen. Das Gremium beauftragte einen unabhängigen Sachverständigen mit der Untersuchung des Fahrzeugs. Die Untersuchung zeigte ein Spiel von bis zu 1,4 Millimetern in der Hinterradaufhängung. Der Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass der Fehler so früh in der Lebensdauer des Fahrzeugs nicht auftreten sollte und dass das Fahrzeug eine periodische Fahrzeugprüfung nicht bestehen würde.
Auf dieser Grundlage gab das Beschwerdegremium dem Fahrzeughalter recht und verpflichtete Tesla, die Reparatur durchzuführen oder die Reparaturkosten von etwa 3.350 Kronen zu bezahlen.
Nach Angaben von FDM ist die Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung, da das Gremium Teslas interne Messmethode nicht als Grundlage für die Ablehnung von Garantieansprüchen anerkennt.
„Es ist eine wichtige Entscheidung, die das Beschwerdegremium für Autos getroffen hat, und sie wird voraussichtlich große Bedeutung für die vielen Tesla-Besitzer haben, die mit ähnlichen Problemen mit Spiel zu kämpfen haben“, sagt der FDM-Anwalt Michael Ern Nielsen.
Er bezeichnet es zugleich als positiv, dass das Beschwerdegremium Teslas interne Messmethode bei der Bewertung von Garantiefällen zurückweist.
FDM hat zuvor dokumentiert, dass Tesla Model Y und Model 3 häufiger als andere Automodelle die Fahrzeugprüfung nicht bestehen, unter anderem wegen Spiel in der Hinterradaufhängung. Die Organisation hofft daher, dass die Entscheidung Tesla künftig dazu bewegen wird, ähnliche Fehler ohne Diskussion zu beheben.












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