Die Region Hovedstaden ist Gastgeber der Konferenz Accelerated Circular Construction in Europe, die am 7. April im Industriens Hus in Kopenhagen stattfindet. Dort kommen Forscher, EU-Entscheidungsträger, Städte, Regionen und Wirtschaftsakteure zusammen, um zu erörtern, wie zirkuläres Bauen eine größere Rolle in der kommenden EU-Gesetzgebung einnehmen kann.
Die Konferenz bildet auch den Rahmen für die Einführung eines gemeinsamen europäischen Aufrufs zum Handeln, bei dem mehrere Regionen und Städte die EU dazu auffordern, zirkuläres Bauen zu einem zentralen Bestandteil des kommenden Circular Economy Act zu machen.
Hintergrund ist ein zunehmender Druck auf Europas Rohstoffe. Der Bau- und Infrastruktursektor ist für rund 40 Prozent des Abfalls in der EU verantwortlich, während die Nachfrage nach Sand und Kies steigt.
„Europa befindet sich mitten in einer Rohstoffkrise, die wir auch hierzulande spüren. Wenn wir sowohl den grünen Wandel als auch wirtschaftliche Robustheit sichern wollen, müssen wir deutlich mehr Materialien im Bauwesen wiederverwenden. Die kommende EU-Gesetzgebung ist eine entscheidende Gelegenheit, eine neue Richtung einzuschlagen“, sagt Lars Gaardhøj (Sozialdemokratie), Vorsitzender des Regionalrats.
Die Region Hovedstaden arbeitet mit anderen europäischen Akteuren zusammen, um die EU-Gesetzgebung zu beeinflussen, damit das Bauwesen eine klare Rolle erhält.
„Der Mangel an Rohstoffen ist eine reale Herausforderung sowohl für die Stadtentwicklung als auch für das Klima. Wir müssen deutlich besser darin werden, überschüssigen Boden und andere Materialien wiederzuverwenden, anstatt neue Mengen an Sand und Kies zu gewinnen. Das führt zu weniger Transport, geringeren CO₂-Emissionen und einem verantwortungsvolleren Umgang mit unseren Ressourcen“, sagt Line Ervolder (Konservative Volkspartei), Vorsitzende des Umwelt- und Klimaausschusses der Region Hovedstaden.
:NB:
