Neue Studie untersucht die Entwicklung der Spielgewohnheiten dänischer Kinder

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Digitale Spiele sind weiterhin ein zentraler Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen in Dänemark. Dies zeigt eine neue Studie, die von Epinion im Auftrag von DR, dem Medienrat für Kinder und Jugendliche sowie NIMBI – Dänemarks Institut für Spieleentwicklung durchgeführt wurde.

Die Studie zeigt, dass 98 Prozent der Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren bereits digitale Spiele gespielt haben, während zwei Drittel der 9- bis 15-Jährigen fast täglich oder häufiger spielen. Gleichzeitig sind digitale Spiele die beliebteste Freizeitbeschäftigung der 6- bis 15-Jährigen – noch vor Aktivitäten wie sozialem Zusammensein, Sport und freiem Spiel.

Roblox bleibt die beliebteste Spieleplattform unter Kindern. Besonders verbreitet ist die Plattform bei den 9- bis 11-Jährigen, von denen 45 Prozent Roblox fast täglich oder häufiger nutzen. Auch Fortnite und Minecraft gehören weiterhin zu den beliebtesten Spielen und bilden zusammen mit Roblox die Top 3 in der Altersgruppe der 6- bis 15-Jährigen.

Die Studie zeigt außerdem, dass sich die Spielvorlieben von Jungen und Mädchen zunehmend angleichen. Roblox und Minecraft sind inzwischen die beiden beliebtesten Spiele unter Mädchen. Bei den 1- bis 5-Jährigen gehören sowohl Ramasjang als auch Minisjang zu den fünf beliebtesten Spielen.

Mehr Kinder spielen digitale Spiele gemeinsam mit anderen als noch vor einigen Jahren. Unter den 12- bis 15-Jährigen gaben im Jahr 2026 90 Prozent an, mit anderen zusammen digitale Spiele zu spielen, verglichen mit 84 Prozent im Jahr 2023. Der größte Anstieg zeigt sich bei den jüngsten Kindern. Dort stieg der Anteil der 1- bis 5-Jährigen, die mit anderen spielen, von 41 Prozent im Jahr 2023 auf 53 Prozent im Jahr 2026.

Kinder spielen in erster Linie zur Unterhaltung, doch soziale Gemeinschaften spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Mehr als die Hälfte der 9- bis 15-Jährigen gibt an, zu spielen, um Freunde zu treffen oder Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass mehr Kinder das Gefühl haben, weniger zu spielen, als sie eigentlich möchten. Bei den 6- bis 8-Jährigen stieg dieser Anteil von 34 Prozent im Jahr 2023 auf 46 Prozent im Jahr 2026. Bei den 9- bis 11-Jährigen erhöhte er sich von 24 Prozent auf 36 Prozent.

Diese Entwicklung geht mit einer stärkeren Beteiligung der Eltern am Spielverhalten ihrer Kinder einher. Bei den 9- bis 11-Jährigen stieg der Anteil der Kinder, deren Eltern die tägliche Spielzeit festlegen, von 59 Prozent auf 68 Prozent. Bei den 12- bis 15-Jährigen erhöhte sich dieser Anteil von 27 Prozent auf 40 Prozent.

Die Spielzeit bleibt die größte Sorge der Eltern im Zusammenhang mit der Nutzung digitaler Spiele durch ihre Kinder. 69 Prozent nennen die aufgewendete Zeit als Sorge, während auch soziale Aspekte und die Inhalte der Spiele für viele Eltern wichtig sind.

Mehr als die Hälfte der 6- bis 11-Jährigen gibt an, sich manchmal oder häufiger mit ihren Eltern über digitale Spiele zu streiten. Von diesen Kindern sagen 72 Prozent, dass es dabei um die Spielzeit geht. 21 Prozent nennen Geldausgaben, während weitere 21 Prozent angeben, dass die Streitigkeiten bestimmte Spiele betreffen.

Erstmals enthält die Studie auch Fragen zu den eigenen Spielgewohnheiten der Eltern. 54 Prozent der Eltern geben an, selbst mehrmals pro Woche oder häufiger digitale Spiele zu spielen. Gleichzeitig stimmen 60 Prozent der Aussage zu, dass digitale Spiele einen positiven Beitrag zur Entwicklung und Bildung von Kindern und Jugendlichen leisten können.

Fast die Hälfte der Eltern von spielenden Kindern berichtet außerdem, mindestens einige Male im Monat gemeinsam mit ihren Kindern digitale Spiele zu spielen.

Zur Studie sagt Miriam Michaelsen, Vorsitzende des Medienrats für Kinder und Jugendliche:

„Die Studie zeigt erfreulicherweise, dass die elterliche Beteiligung am digitalen Leben von Kindern zugenommen hat – auch beim Online-Gaming. Eltern beschäftigen sich zunehmend damit, was Kinder digital erleben und spielen. Deshalb ist die Vermittlung von Wissen darüber eine wichtige Aufgabe des Medienrats.“

Die Untersuchung wurde vom Marktforschungsinstitut Epinion im März und April 2026 durchgeführt und basiert auf den Antworten von 1.142 Befragten. Frühere Untersuchungen wurden bereits 2020 und 2023 durchgeführt.

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