Fischereiverbot bei Rømø und Mandø wird aufgehoben

Rømø.
Rømø. Foto: © Ralf Roletschek (CC BY-SA 3.0)

Mehrere Sperrgebiete bei Rømø werden mit Wirkung vom 15. August 2026 in Warngebiete umgewandelt. Damit ist unter anderem die Fischerei mit grundberührenden Fanggeräten in diesen Gebieten nicht länger verboten.

Die entsprechende Verordnung über Verbote für Schifffahrt, Ankern und Fischerei in bestimmten dänischen Gewässern wird geändert. Damit werden die bisherigen Verbote für das Ankern, die Fischerei mit grundberührenden Fanggeräten und Arbeiten am Meeresboden in den Gebieten bei Lister Dyb (Lister Tief), Rømø (Röm) und Mandø (Mandö) aufgehoben.

Die Änderung erfolgt auf Grundlage einer fachlichen Bewertung der dänischen Katastrophenschutzbehörde Beredskabsstyrelsen.

Die bisherigen Sperrgebiete werden stattdessen zu sogenannten Warngebieten. Dort sind Ankern, Fischerei mit grundberührenden Fanggeräten und Arbeiten am Meeresboden künftig nicht mehr verboten. Vor diesen Tätigkeiten wird jedoch weiterhin gewarnt.

„Für mich war es wichtig, eine fachliche Grundlage für die Beurteilung zu erhalten, ob die bestehenden Einschränkungen angepasst werden können. Deshalb bin ich zufrieden, dass die Fischer und die örtlichen Gemeinschaften so schnell eine fachlich fundierte Klärung erhalten haben. Nun wird das Fischereiverbot in den Gebieten bei Lister Dyb, Rømø und Mandø aufgehoben, und die Gebiete werden in Warnzonen umgewandelt“, erklärt die Ministerin für gesellschaftliche Sicherheit und Katastrophenschutz, Lisbeth Bech-Nielsen.

Beredskabsstyrelsen hatte geprüft, ob Veränderungen der Sicherheitslage im Hinblick auf dort vermutete Minen und andere explosive Gegenstände eine Anpassung der bisherigen Einschränkungen ermöglichen. Dazu hat die Behörde unter anderem das dänische Verteidigungskommando einbezogen.

Nach Einschätzung von Beredskabsstyrelsen stellen das Ankern, die Fischerei mit grundberührenden Fanggeräten und Arbeiten am Meeresboden in den bisherigen Sperrgebieten bei Lister Dyb, Rømø und Mandø kein größeres Risiko dar als in anderen Gebieten, die bereits als Warngebiete eingestuft sind.

Die Behörde hält es daher aus Sicherheitsgründen für vertretbar, die Sperrgebiete aufzuheben und durch Warngebiete zu ersetzen, wie sie auch in anderen Gewässern bestehen, in denen Minen oder andere explosive Gegenstände vermutet werden.

Die Änderung tritt am 15. August 2026 in Kraft. Die Änderungsverordnung wurde gleichzeitig zur öffentlichen Anhörung gestellt. Stellungnahmen können bis zum 11. September 2026 eingereicht werden.

FAKTEN: Warngebiete

Die Gebiete bei Lister Dyb, Rømø und Mandø werden künftig als Warngebiete statt als Sperrgebiete ausgewiesen. Das bedeutet, dass Ankern, Fischerei mit grundberührenden Fanggeräten und Arbeiten am Meeresboden nicht mehr verboten sind, vor diesen Tätigkeiten jedoch weiterhin gewarnt wird.

Die Warngebiete werden in den dänischen Nachrichten für Seefahrer veröffentlicht und der dänischen Geodatenbehörde gemeldet, sodass sie künftig auch in den offiziellen Seekarten verzeichnet sind.

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