Die Umweltschutzbehörde hat beschlossen, 23 Pestizide zurückzurufen, die PFAS-Wirkstoffe enthalten.
Die Entscheidung wurde nach einer Bewertung neuer Informationen des Geologischen Instituts für Dänemark und Grönland (GEUS) getroffen, die zeigen, dass die Stoffe zu der gesundheitsschädlichen Substanz Trifluoressigsäure (TFA) abgebaut werden. TFA wird in Konzentrationen über dem EU-Grenzwert ins Grundwasser ausgewaschen und kann somit ein Risiko für sowohl die Umwelt als auch die öffentliche Gesundheit darstellen.
„Wir müssen unser kostbares Trinkwasser schützen, und wir haben die Pflicht, einzugreifen, wenn wir sehen, dass die Verwendung bestimmter Pestizide eine Gefahr für Natur und menschliche Gesundheit darstellt. Deshalb verbietet das Umweltministerium nun 23 Pestizide mit nachgewiesen problematischen PFAS-Wirkstoffen“, erklärt Umweltminister Magnus Heunicke im Zusammenhang mit der Entscheidung.
Das Verbot betrifft Pestizide, die fünf der sieben PFAS-Wirkstoffe enthalten, die GEUS in dem aktuellen Bericht untersucht hat. Ein sechstes, Flonicamid, wird ebenfalls berücksichtigt, basierend auf Informationen einer laufenden Neubewertung in der EU. Die Pestizide machen etwa 28 Prozent der Gesamtbelastung durch Pestizide in Dänemark im Jahr 2023 aus.
Das Umweltministerium arbeitet weiterhin an der Bewertung von weiteren 10 Pestiziden, bei denen ebenfalls TFA-Auswaschungen festgestellt wurden. Entscheidungen darüber werden spätestens bis Ende September erwartet, was die Gesamtzahl der verbotenen Pestizide auf 33 erhöhen könnte.
TFA ist eine PFAS-Verbindung, die nach Angaben deutscher Behörden schädlich für Embryos und die Reproduktionsfähigkeit ist. Die Substanz ist zudem sehr schwer abbaubar und kann sich daher im Laufe der Zeit in der Umwelt anreichern.
:NB:
