Ein 27-jähriger Mann aus der Region Kopenhagen wurde inhaftiert, angeklagt unter anderem der Beihilfe zu Mordversuchen, indem er seine Stellung missbrauchte, um Einträge im CPR-Register zu erstellen.
Der 27-Jährige wurde von der Nationalen Einheit für Besondere Kriminalität (NSK) festgenommen, die ihn verdächtigt, seine Zugriffsmöglichkeiten auf das CPR-Register missbraucht zu haben, um vertrauliche Informationen zu beschaffen und weiterzuverkaufen. Laut der Polizei sollen diese Informationen bei der Planung von Erpressung und Mordversuchen in der Bandenszene verwendet worden sein.
Der Festgenommene, der zuvor im Kopenhagener Rathaus gearbeitet hatte, wird neben der Anklage der Beihilfe zu Mordversuchen auch der Erpressung und der Weitergabe vertraulicher Informationen unter besonders verschärften Umständen beschuldigt.
Gemäß NSK hatte der 27-Jährige über seine frühere Position Zugang zu CPR-Informationen, den er genutzt haben soll, um unter anderem spezifische Adressen ausfindig zu machen. Diese Informationen sollen laut der Anklage an kriminelle Akteure weiterverkauft worden sein.
Polizeiinspektor Henrik Andersen erklärt, dass die Rolle des Mannes entscheidend dafür war, dass andere schwere Straftaten begehen konnten: „Wir vermuten, dass der 27-Jährige eine notwendige Rolle dabei hatte, dass andere mehrere Straftaten begangen haben konnten, darunter Mordversuche. Indem er gegen Bezahlung personenbezogene Informationen weitergegeben hat, hat er nach unserer Vermutung ermöglicht, dass andere Straftaten begangen werden konnten.“
Der 27-Jährige wurde am Mittwoch vor dem Amtsgericht Kopenhagen vorgeführt. Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, und ein Namensverbot wurde verhängt. Das Gericht entschied, den Angeklagten vier Wochen in Untersuchungshaft zu behalten.
:NB:
