Die Regierung, die Sozialistische Volkspartei (Socialistisk Folkeparti) und die Konservative Volkspartei (Det Konservative Folkeparti) haben eine Vereinbarung getroffen, um die Hilfe für Obdachlose zu verbessern und gleichzeitig die wirtschaftliche Steuerung auf diesem Gebiet zu stärken.
Die Vereinbarung enthält eine Reihe konkreter Initiativen, um angemessene Preise für Aufenthalte in Herbergen und Krisenzentren sicherzustellen, die Unterstützung für Straßenobdachlose zu stärken und den Missbrauch öffentlicher Gelder zu verhindern.
Herbergen und Krisenzentren spielen eine wichtige Rolle als niederschwellige Angebote für einige der am stärksten gefährdeten Bürger des Landes. Allerdings war der Bereich von wirtschaftlichen Herausforderungen in den Kommunen und Fällen geprägt, in denen private Akteure das System ausgenutzt haben. Die neue Vereinbarung soll dies korrigieren.
Ein zentrales Element der Vereinbarung ist die Einführung einer Obergrenze für die Tagesgebühren in Herbergen und Krisenzentren. In Zukunft dürfen Herbergen maximal 2.322 Kronen pro Tag erheben, während das Limit für Krisenzentren 3.197 Kronen pro Tag beträgt. Es werden auch spezielle Tarifobergrenzen für Aufenthalte mit mehreren Kindern sowie für die Nachsorge eingeführt. Herbergsplätze, die auf Veteranen ausgerichtet sind, sind jedoch von der Obergrenze ausgenommen.
Es werden auch strengere Anforderungen an die Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer gestellt, damit unberechtigte Ausgaben nicht in die Tarife einfließen. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Kommunen einen angemessenen Preis entsprechend der Gesetzgebung zahlen.
Um eine bessere Steuerung der Kapazität im Herbergsbereich zu gewährleisten, sollen nicht-öffentliche Plätze künftig ausgeschrieben werden. Die Kommunen sollen somit die Angebote auswählen, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, während der derzeitige Anteil an privaten Plätzen beibehalten wird.
Die Vereinbarung stärkt auch die Bemühungen um Straßenobdachlose und andere Obdachlose, die keine Herbergen nutzen. Die Kommunen erhalten ab sofort eine staatliche Erstattung von 50 Prozent der Kosten für Unterstützung in Wohnungen für alle Arten von Obdachlosen bis zu zwei Jahre nachdem sie in eine eigene Wohnung gezogen sind. Damit wird das Housing First-Erstattungsprogramm erweitert, das bisher nur Personen aus Herbergen abdeckte.
Die bestehende Erstattungsfrist im Bereich der Herbergen wird gleichzeitig um zwei Jahre beibehalten, um den Übergang zum neuen Modell zu unterstützen.
Die Sozial- und Wohnungsministerin Sophie Hæstorp Andersen äußert sich wie folgt:
– „Es ist entscheidend, dass Bürger in einer Krise oder in einer Herberge auftauchen und sofort Hilfe erhalten, wenn sie sie brauchen. Deshalb war es für mich sehr wichtig, mit der Vereinbarung das sogenannte Selbstmelderprinzip weiterhin zu schützen, was das unterste soziale Sicherheitsnetz des Sozialbereichs darstellt. Ich bin sehr zufrieden damit, dass wir den Kommunen jetzt einige Steuerungsinstrumente zur Verfügung stellen, damit die Kosten in diesem Bereich nicht explodieren und es für schwarze Schafe schwerer wird, auf Kosten der Hilfsbedürftigen das System auszunutzen.“
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