Die dänische Ministerin für Hochschulbildung und Forschung hat die ersten 18 neuen Studiengänge im Rahmen der Universitätsreform genehmigt. Künftige Masterstudierende erhalten damit neue und flexiblere Möglichkeiten, einen Abschluss zu erwerben – von Gesundheitsökonomie bis Software Engineering. Zudem werden neue Modelle eingeführt, die Studium und Beruf kombinieren, und es wird möglich, einen Masterabschluss mit 75 ECTS zu absolvieren.
Bereits ab dem kommenden Jahr wird sich die Hochschullandschaft verändern, da Universitäten grünes Licht für die Einrichtung von 18 neuen Masterstudiengängen in Sønderborg, Odense, Aarhus und Kopenhagen erhalten haben. Die neuen Angebote sind Teil der Reform der Universitätsausbildungen, die 2023 von einer breiten politischen Mehrheit beschlossen wurde und auf mehr Flexibilität und Qualität im Hochschulsystem abzielt.
Auch künftig wird es reguläre Masterstudiengänge mit 120 ECTS geben. Mit der Reform werden jedoch zusätzliche Formate eingeführt. Dazu gehört unter anderem der neue sogenannte „1+2“-Berufsmaster, bei dem das erste Jahr als Vollzeitstudium mit Anspruch auf Studienförderung absolviert wird. Daran schließt sich ein zweijähriger Unternehmensaufenthalt an, in dem ein Teilzeitstudium mit einschlägiger Beschäftigung kombiniert wird. Dieses Modell richtet sich vor allem an den Ingenieur- sowie IT- und STEM-Bereich.
Darüber hinaus wird es möglich, Masterstudiengänge mit 75 ECTS zu absolvieren, und das Angebot an berufsbegleitenden Masterprogrammen wird ausgeweitet. Bildungs- und Forschungsministerin Christina Egelund erklärt:
„Wir haben einen Meilenstein erreicht auf dem Weg zu flexibleren Wegen zu einem Masterabschluss für Studierende. Gleichzeitig können sich sowohl die Studierenden als auch die dänische Wirtschaft darüber freuen, dass ein großer Teil der neuen Studienangebote im IT- und STEM-Bereich liegt, wo der Bedarf an qualifizierten Fachkräften hoch ist. Mehrere der neuen Programme werden auf Englisch angeboten und eröffnen damit auch Möglichkeiten, internationale Talente anzuziehen. Die Universitäten haben konstruktiv beigetragen, und ein Blick auf die Liste der neuen Studiengänge zeigt, dass sich viele spannende neue Perspektiven eröffnen.“
Langfristig ist es das Ziel, dass 20 Prozent der Masterstudierenden einen berufsbegleitenden Master absolvieren und 10 Prozent einen Masterstudiengang mit 75 ECTS. Ab 2028 sollen zunächst 10 Prozent der Studierenden in einen Berufsmaster starten, mit einem Anstieg auf 20 Prozent bis 2032. Die neuen „1+2“-Berufsmaster können ab 2028 bis zu fünf Prozent der jährlichen Masterstudienplätze ausmachen.
Neue Studiengänge in Sønderborg
Im Zuge der Entscheidung über neue Masterstudiengänge im Dezember 2025 wurden mehrere Programme für Sønderborg genehmigt. An der Syddansk Universitet werden die berufsbegleitenden „1+2“-Masterstudiengänge Software Engineering, Mechatronics, Electrical Engineering und Mechanical Engineering mit jeweils 120 ECTS eingerichtet. Zudem wurde der Masterstudiengang Economics and Business Administration mit 75 ECTS in Sønderborg genehmigt. Damit wird Sønderborg zu einem wichtigen Standort für neue, flexible Masterangebote mit besonderem Fokus auf Technik, IT und Wirtschaft.
