Däne nach möglicher Ansteckung negativ auf Hantavirus getestet

Illustration: Netavisernes Bureau/ai.

Ein dänischer Staatsbürger, der sich auf demselben Flug wie eine mit Hantavirus infizierte Person befand, wurde negativ auf das Virus getestet.

Das teilte das Statens Serum Institut (SSI) mit.

Der dänische Staatsbürger war auf demselben Flug wie ein niederländischer Staatsbürger, der später nach einer Infektion mit dem Hantavirus verstarb. Der Verstorbene hatte sich zuvor an Bord des Kreuzfahrtschiffes MV Hondius befunden.

Nach Angaben des SSI zeigen die Analysen, dass bei dem Dänen kein Hantavirus nachgewiesen wurde. Stattdessen wurde in Proben aus den Atemwegen ein gewöhnlich zirkulierendes Erkältungsvirus gefunden.

„Wir erhielten die Probe am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr und hatten etwa sechs Stunden später ein Ergebnis. Der Ablauf spiegelt sowohl einen schnellen Laboreinsatz als auch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem SSI, der dänischen Patientensicherheitsbehörde, der Gesundheitsbehörde und den Regionen wider“, sagte Uffe Vest Schneider, Abteilungsleiter für Virologie und mikrobiologische Bereitschaft beim SSI.

Die Probe wurde mit mehreren PCR-Tests analysiert, die genetisches Material von Viren nachweisen können, und das SSI bewertet das Ergebnis als zuverlässig.

Die dänische Patientensicherheitsbehörde steht mit der Person in Kontakt, die sich weiterhin in Isolation befindet.

Laut SSI waren zwei dänische Staatsbürger im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius einer möglichen Ansteckung ausgesetzt, und die Patientensicherheitsbehörde beobachtet beide Personen.

Das SSI teilte außerdem mit, dass das Institut die Entwicklung weiterhin verfolgt und in ständigem Kontakt mit nationalen und internationalen Behörden steht.

Hantaviren werden hauptsächlich von Nagetieren auf Menschen übertragen, typischerweise durch das Einatmen von Staub aus Exkrementen. Die Erkrankung verursacht häufig grippeähnliche Symptome, kann sich jedoch in einigen Fällen schwer entwickeln und Lunge sowie Nieren beeinträchtigen. Bestimmte Varianten, darunter das Andes-Virus aus Südamerika, können in seltenen Fällen auch von Mensch zu Mensch übertragen werden.

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