18-Jähriger nach tödlicher Explosion auf Amager in Untersuchungshaft

Foto: Rolf Larsen

Ein 18-jähriger dänischer Staatsbürger wurde am Mittwochnachmittag im Zusammenhang mit der Explosion auf Amager, bei der ein 31-jähriger Mann ums Leben kam, für 19 Tage in Untersuchungshaft genommen.

Dem 18-Jährigen wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen.

Wie die Polizei von Kopenhagen mitteilte, wurde eine 22-jährige Frau, die in derselben Sache zuvor wegen des Besitzes einer Handgranate in Untersuchungshaft saß, aus der Haft entlassen. Die Frau bleibt jedoch weiterhin beschuldigt. Nach der Gerichtsverhandlung am Mittwoch befinden sich noch fünf Personen in Untersuchungshaft.

Die Explosion ereignete sich am 25. Mai gegen 18 Uhr auf dem Kurvemagerstien auf Amager. Dabei wurde ein 31-jähriger Mann schwer verletzt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hatte die Polizei erklärt, die Ursache der Explosion sei noch nicht geklärt.

Am folgenden Tag führte die Ermittlungsarbeit zur Festnahme zweier Männer im Alter von 19 und 20 Jahren. Ihnen wurden versuchter Mord sowie der Besitz einer Handgranate vorgeworfen. Gleichzeitig leitete die Polizei eine sichtbare Sicherheits- und Präsenzmaßnahme im Gebiet ein, unter anderem mit Bezirksbeamten, berittener Polizei und einer mobilen Polizeistation.

Am 27. Mai wurden zwei weitere Personen festgenommen: ein 26-jähriger Mann und eine 22-jährige Frau. Sie wurden wegen Beihilfe zum versuchten Mord sowie wegen Besitzes und Weitergabe einer Handgranate angeklagt.

Verstarb an seinen Verletzungen

Der Fall nahm am 28. Mai eine dramatische Wendung, als der 31-jährige Mann, der bei der Explosion schwer verletzt worden war, seinen Verletzungen erlag. Daraufhin wurden die Ermittlungen als Mordfall weitergeführt.

Einen Tag später teilte die Polizei mit, dass zwei weitere Männer im Alter von 24 und 32 Jahren festgenommen worden seien. Ihnen wird vorgeworfen, eine Handgranate besessen und an die zuvor inhaftierte 26-jährige Person weitergegeben zu haben.

Die Polizei von Kopenhagen betont weiterhin, dass die Ermittlungen mit hoher Intensität geführt werden. Mit der Festnahme und Untersuchungshaft des 18-Jährigen ist nun eine weitere Person mit dem Fall in Verbindung gebracht worden, der weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen ist.

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