40-Jähriger wegen Geldwäsche in umfangreichem Betrugsfall angeklagt

Foto: Rolf Larsen
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Ein 40-jähriger Mann aus der Kommune Esbjerg wurde in einem umfangreichen Fall von Betrug und Geldwäsche angeklagt. Nach Angaben der Polizei Südjütland wird ihm vorgeworfen, insgesamt 418.119 Dänische Kronen aus sogenannten „Hallo-Mama“-Betrugsfällen gewaschen zu haben.

Bei dieser Betrugsmasche erhalten die Opfer eine SMS von einer unbekannten Nummer, wobei sich der Absender als Sohn oder Tochter ausgibt. Typischerweise wird behauptet, das Mobiltelefon sei gestohlen worden oder verloren gegangen, oder es werde dringend Geld benötigt, um eine Rechnung kurzfristig zu bezahlen.

Die polizeilichen Ermittlungen umfassen derzeit 69 Betrugsfälle. Der 40-Jährige steht im Verdacht, die den Opfern entwendeten Gelder über mehrere dänische und ausländische Konten gewaschen zu haben.

Gleichzeitig untersucht die Polizei eine mögliche Verbindung zur Rockergruppierung Comanches MC in Esbjerg.

„In einer frühen Phase ermitteln wir stets in alle Richtungen. Die bisherigen Ermittlungen haben zu der Annahme geführt, dass die Straftaten mit der Rockergruppierung Comanches MC in Esbjerg in Verbindung stehen könnten. Dies ist daher eine der Richtungen, auf die sich unsere Ermittlungen konzentrieren“, sagte Polizeivizeinspektor Karsten Hulmose von der Polizei Südjütland.

Nach Angaben der Polizei hat der Fall auch Bedeutung im Kampf gegen die organisierte Kriminalität.

„Wenn die Kriminalität in diesem Fall zugleich Beziehungen zu einer Rockergruppierung haben dürfte, geht es auch darum, dass wir mit allen Mitteln Kriminalität bekämpfen wollen, die von kriminellen Gruppierungen ausgeht“, sagte Polizeivizeinspektor Karsten Hulmose.

Der 40-Jährige ist außerdem wegen Betrugs zum Nachteil eines größeren Unternehmens in Esbjerg während der Tall Ships Races im vergangenen Sommer angeklagt. Dabei soll sich eine Person telefonisch als Vertreter eines anderen Unternehmens mit dringendem Hilfebedarf ausgegeben und auf diese Weise Werkzeuge im Gesamtwert von 551.410,60 Dänischen Kronen erlangt haben.

Mehrere der gestohlenen Gegenstände wurden inzwischen im Rahmen anderer polizeilicher Ermittlungen sichergestellt und dem Unternehmen zurückgegeben.

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