Die Regierung, die Radikale Venstre und die Konservative Volkspartei haben eine neue politische Vereinbarung getroffen, um den digitalen Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Mit 14 konkreten Initiativen wollen die Vereinbarungspartner das Einstiegsalter für soziale Medien anheben, die Sicherheit digitaler Produkte erhöhen und für mehr Schutz im digitalen Raum sorgen.
„Wir haben viel zu lange den Tech-Giganten überlassen, die Rahmenbedingungen für das digitale Leben unserer Kinder festzulegen. Jetzt übernehmen wir wieder Verantwortung und setzen klare Grenzen dafür, wie Kinder online geschützt werden müssen“, sagt Digitalisierungsministerin Caroline Stage.
Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, das Mindestalter für den Zugang zu bestimmten sozialen Medien auf 15 Jahre anzuheben und offizielle Empfehlungen für Eltern zum digitalen Leben ihrer Kinder einzuführen. Zudem wird eine Initiative gestartet, um physische Gemeinschaften zu stärken und die Entwicklung alternativer, kinderfreundlicher sozialer Medien zu unterstützen.
Darüber hinaus umfasst die Vereinbarung:
– zielgerichtete Kampagnen für Eltern und Schüler,
– Anforderungen an kindersichere Voreinstellungen in digitalen Produkten,
– Maßnahmen gegen schädliche Online-Inhalte und Influencer-Marketing an Kinder,
– eine jährliche Analyse des digitalen Lebens von Kindern,
– besondere Maßnahmen für digital benachteiligte Kinder,
– die Einführung einer Anordnung zur Entfernung schädlicher Inhalte,
– ein unabhängiges Schlichtungsorgan für Nutzer im Konflikt mit Plattformen,
– eine verstärkte Aufsicht über Tech-Giganten,
– und ein verstärktes dänisches Engagement zur Einflussnahme auf EU-Gesetzgebung.
„Kinder haben ein Recht auf sichere Rahmenbedingungen – auch online. Mit dieser Vereinbarung stellen wir sicher, dass das Wohl und die Rechte der Kinder Vorrang vor technischen und kommerziellen Interessen haben“, sagt Caroline Stage.
Die Initiativen der Vereinbarung basieren auf Empfehlungen der Allianz für ein sicheres und gutes digitales Kinder- und Jugendleben und beinhalten präventive, schützende und regulierende Maßnahmen. Dänemark soll nach Ansicht der Parteien eine führende Rolle in der EU übernehmen und an gemeinsamen Lösungen mitwirken, die über nationale Grenzen hinausreichen.
